Jugendfeuerwehr Eddelak- St.Michaelisdonn

Ein Tag in Hamburg

Die Jugendfeuerwehr Eddelak-St.Michaelisdonn macht innerhalb der Hansestadt „2 Städte“ unsicher

Gruppe am Flughafen HamburgAm Samstag, 19.11.2011, ging es um 08:15 Uhr geschlossen vom Eddelaker Gerätehaus los nach Hamburg. Unser Ziel war die Flughafenfeuerwehr des Hamburg Airport.

Bei eingeschränkter Sicht durch Nebel fuhren wir mit 4 Fahrzeugen gemütlich und voller Vorfreude Richtung Südosten. Die Kameraden waren zu dieser frühen Stunde noch etwas träge, aber so nach und nach wachten sie auf und man spürte die positive Stimmung im Auto.

In Hamburg angekommen mussten wir uns zum Teil erst einmal zurechtfinden bis sich dann nach kurzer Zeit alle am Eingangstor des Sicherheitsbereichs vom Flughafen befanden -  2 Fahrzeuge hatten die anderen beiden abgeschüttelt und so mussten diese (ohne Navi) eine kleine Extrarunde drehen. Wir mussten, wie beim Zoll vorm Antritt einer Flugreise, unser Gepäck durchleuchten lassen und die üblichen Sicherheitskontrollen durchlaufen. Danach nahmen alle wieder auf den Fahrzeugen Platz und warteten auf einen Kameraden der Flughafenfeuerwehr, der uns abholte. Wir fuhren in einer kleinen Kolonne hinter ihm her und gelangten, nachdem wir an der Start- und Landebahn vorbeigefahren sind, letztendlich zum Gebäude der Feuerwehr. Dort hieß es dann für alle: Zusammen bleiben!

Im Gebäude begrüßte uns der Kamerad und erläuterte uns den Ablauf unseres Vormittags. Wichtig dabei war, dass wir bei eventueller Alarmierung niemandem im Weg stehen durften und uns während des kompletten Einsatzes nur an einem zentralen Punkt, der uns gezeigt wurde, aufhalten durften. Außerdem betonte er, dass er jeden Diebstahl bemerke.

Nach einigen Daten und Fakten zur Feuerwehr und dem Flughafen tat er vielen von uns den Gefallen, endlich in die Fahrzeughalle zu gehen, da die meisten kurz vorm Einschlafen waren.

Die Feuerwehr verfügt über zwei Fahrzeughallen.

Die erste Halle beinhaltet:

  • Einen Sprinter als Geräte-Transporter, der im Notfall für Nachschub aus dem Lager sorgt
  • Ein Einsatzleitfahrzeug (VW-Bus), welches mit vielen Funkgeräten, Telefon, Laptop, Drucker und weiteren Materialien für die Einsatzplanung ausgerüstet ist
  • Einen Rettungswagen, der vollständig ausgerüstet ist: „Die Sanitäter der BF Hamburg beneiden uns, weil wir die komplette Ausrüstung haben!“
  • Ein HLF, welches nicht anders ist als ein HLF in einer FF
  • Ein Wechselladerfahrzeug, das aktuell 2 Container zur Verfügung hat.

In der zweiten Halle erwartete uns das spektakulärste des ganzen Tages:

4 Großtanklöschfahrzeuge mit immensen Ausmaßen und Leistungen (z.B.: Pumpe – 10000l/min; Wasserwerfer – 6000l/min; Wassertank – 12500l)

Durch die wahnsinnige Leistung ist meistens der Löscheinsatz nach 2 Minuten beendet, nachdem der Wassertank leer ist, oder ein weiteres Fahrzeug steht zur Seite und kann den Einsatz fortsetzen.

Das Fahrzeug wurde dann noch kurz erklärt und der Löscharm in seiner vollen Ausdehnung (20m Höhe) ausgefahren.

Eines dieser Fahrzeuge kostet 1,4 Millionen Euro und die Flughafenfeuerwehr hat 4 Stück!

Damit war unsere Führung beendet und wir verließen die Wache. Dem Kameraden der Flughafenfeuerwehr wurde mit einem dreifachen „Gut Wehr!“ gedankt und wir machten uns auf zum Ausgang!

Beim Verlassen der Flughafenstadt (1. Stadt) wurde allen nach und nach klar, dass es zum Mittagessen ging.

Nach dem Mittag machten wir uns auf in Richtung Speicherstadt (2. Stadt). Dort besuchten wir das Miniaturwunderland. Die Begeisterung über die Vielfalt und Kunst, die in den alten Speichern über Jahre immer weiter gewachsen ist, machte sich nicht nur bei den Jugendlichen bemerkbar. Besonders beeindruckend war die Genauigkeit. Der Hamburger Flughafen war so genau nachgebaut, dass wir unsere Fahrtroute vom Vormittag auf dem Modell erkennen konnten.

Um 16:15 Uhr saßen wir wieder in den Autos auf dem Heimweg.

Gegen 18:30 Uhr ging ein wunderschöner Tag mit der Jugendfeuerwehr in Hamburg zu Ende. Die Kameraden wurden nach Hause gefahren!

Ein Satz eines Betreuers zu seinem Sohn: „Ich musste 43 Jahre alt werden, um so etwas (Flughafenfeuerwehr) einmal sehen und erleben zu dürfen, und ihr könnt das jetzt schon!“

Bilder von unserem Ausflug findet ihr hier: http://www.kjf-hei.de/wcms/jugendfeuerwehren/eddelak-st-michaelisdonn/bilder/ausflug-flughafen-miniaturwunderland/

geschrieben von Niklas

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